Ausland
Fast alle unserer Studierenden können in der Theoriephase zwischen viertem und fünftem Semester mit ihren Ausbildungsunternehmen für ca. drei Monate die industrielle Praxis in fremden Ländern erleben. Anders als bei einem Studienaufenthalt im Ausland können hier nicht nur Sprachkenntnisse und etwas Kultur des Gastlandes, sondern direkt die spezifischen Sprachkenntnisse der industriellen Tätigkeiten erlernt, die Industriekultur im alltäglichen Arbeitsleben aufgenommen und noch technisch-betriebswirtschaftliche Fachinhalte der Praxis erlebt werden.
Studentenkarte
Auslandssemester von WIW-Studierenden
"Das Arbeiten im Ausland hat mich mehr auf meinen zukünftigen Beruf vorbereitet, als ich jemals gedacht hätte", so fasst Jan-Klaus Tobias, Student an der Dualen Hochschule Stuttgart, seinen Auslandsaufenthalt zusammen. Wie die meisten Studierenden des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen an der DHBW, hatte er die Möglichkeit, ein zehnwöchiges Praktikum im Ausland zu absolvieren. "Nicht nur die faszinierenden Landschaften und Menschen Irlands werden in meiner Erinnerung bleiben. Prägend war vor allem das Kennenlernen einer völlig anderen Arbeitswelt."
Obwohl das Auslandssemester nicht zwingend vorgeschrieben ist, entscheiden sich mehr und mehr Firmen dafür, ihre Sprösslinge in fremdsprachige Länder zu schicken. „Auch dieses Jahr konnten wieder fast alle Studierenden mit ihren Ausbildungsunternehmen ins Ausland“, berichtet Prof. Dr. J. Frech, der als Studiengangsleiter die Partnerunternehmen zu diesem außergewöhnlichen Engagement motivieren kann. „Arbeitsplatz für viele Absolventen ist nun mal die ganze Welt, da erkennen unsere Partner recht schnell die Chance junge Leute, die in wenigen Monaten als Projektmanager, Vertriebsingenieure oder Einkäufer arbeiten werden, frühzeitig von den Möglichkeiten in fremden Ländern zu begeistern“. Die Reise ging für viele Studierende in die USA, nach China, Australien oder Brasilien, aber auch das europäische Ausland.
Zurück von den meist langen Reisen hört man von den Studierenden immer dieselbe Meinung: Eine solch praxisnahe und erfahrungsträchtige Zeit im Ausland ist wohl das wertvollste, was ein Studium bieten kann. "Den amerikanischen Lifestyle im Geschäftsleben kennen zu lernen war eine tolle Erfahrung für mich", berichtet Manuel Hunger, der zehn Wochen im Tochterunternehmen seiner Firma in Chicago arbeiten durfte. "Amerikaner haben nur zwei Wochen Urlaub im Jahr und sind auf Grund der hohen Fluktuationsrate großem Druck ausgesetzt. Dennoch sind sie hoch motiviert und haben Spaß an der Arbeit. Das gute Betriebsklima hat mich echt beeindruckt."
Nicht nur die Erfahrung, auch die Verbesserung der Sprachkenntnisse macht den Aufenthalt zu einem Gewinn. Zusätzlich zu den gewöhnlichen Sprachkenntnissen fließen Fachbegriffe aus Wirtschaft und Technik in den Wortschatz ein, die hervorragend auf den Beruf vorbereiten. "Fließendes Englisch habe ich erst durch den alltäglichen Gebrauch gelernt", sagt eine Studentin. "Endlich kann ich ein überzeugendes Verkaufsgespräch mit einem Amerikaner führen. Das wäre mir mit Schulenglisch nie gelungen."
Eine persönliche Bereicherung stellt außerdem der enge Kontakt mit Menschen aus anderen Kulturkreisen dar. Die Studierenden haben rund um die Uhr mit Menschen zu tun, die nicht nur eine andere Sprache sprechen, sondern auch andere Lebensweisen und Einstellungen haben. Besonders im Berufsleben stellt der Umgang mit ausländischen Kollegen eine große Herausforderung dar und schult mehr denn je die Personal Skills. So steigert dies Sensibilität und Geschick im Umgang mit internationalen Geschäftspartnern.
Bei einem solchen Businesstrip kommen natürlich auch die Freizeitaktivitäten nicht zu kurz. Ob bei einem Baseballspiel, am Strand oder im Irish Pub - nach Feierabend bleibt viel Zeit für Unternehmungen mit Arbeitskollegen und Freunden. Jeder hat eine Menge Spaß, egal ob in Miami, London oder in Zürich.
Sobald nach Rückkehr aus dem Ausland eine neue Theoriephase an der Dualen Hochschule beginnt und man seine Kommilitoninnen und Kommilitonen wieder sieht, werden erst mal eine Menge Photos und aufregende Erlebnisse ausgetauscht. Doch jeder Studierende weiß, dass die gewonnenen Eindrücke nicht durch Worte oder Bilder wiedergegeben werden können: Diese Erfahrung muss jeder einzelne für sich selbst gewinnen!
Auch Dennis Specht hatte im 4. Semester die Möglichkeit, bei einer ausländischen Tochtergesellschaft seines Ausbildungsbetriebes zu arbeiten und berichtet gerne über seine Auslandserfahrung.
