Psychomotorik – Bewegungsförderung als Erziehungsprinzip und Bildungsmedium
Die Geschichte der Psychomotorik begann Anfang des 20. Jahrhunderts und entwickelte sich aus der klassischen Bewegungserziehung.
Allerdings wird in der Psychomotorik die ganzheitliche Gesundheitsförderung in den Mittelpunkt gestellt und der Schwerpunkt auf die „Erziehung durch Bewegung“ anstatt der klassischen „Erziehung zur Bewegung“ gelegt.
Mit psychomotorischen Fördermaßnahmen sollen Kinder zur Eigentätigkeit und zum selbständigen Handeln angeregt werden und dadurch ihre Handlungskompetenzen und ihre Kommunikationsfähigkeiten erweitern.
In einigen kurzen Theorieeinheiten werden die Studierenden einen Einblick in die Inhalte und Ziele von psychomotorischen Fördermaßnahmen bekommen, hauptsächlich werden wir aber die Umsetzungsmöglichkeiten solcher Maßnahmen in den Einrichtungen gemeinsam erarbeiten und auch selbst ausprobieren.
Denn eigene Erfahrungen mit dem Körper sind der Schlüssel, um mit Kindern erlebnisorientierte psychomotorische Bewegungsangebote in einer Einrichtung durchführen zu können.
Vielfältige Bewegungs- und Sinneserfahrungen sind grundlegende Bausteine für eine gesunde und ganzheitliche Entwicklung von Kindern und ebenso Teil jeder gesundheitsfördernder Maßnahme.Diese Veranstaltung richtet sich an alle, die Lust haben, in die Psychomotorik reinzuschnuppern, Neues auszuprobieren und eigene Stundenbilder zu kreieren.
Sie müssen dazu selbst kein/e begnadete/r Hochleistungssportler/in sein, Spaß an der Bewegung, Neugier und Eigeninitiative genügen!
Empfohlene Literatur:
• Zimmer, R.: Handbuch der Psychomotorik. Freiburg, Basel, Wien: Herder, 2006.
• Reichenbach, C.: Psychomotorik. München, Basel: Ernst Reinhardt, 2010.
• Herm, S.: Psychomotorische Spiele für Kinder in Krippen und Kindergärten. Berlin, Düsseldorf: Cornelsen Scriptor, 2007.
Kursleitung: Annette Schneider, Dipl.-Biologin, info@ako-schneider.de
